Trachtenbekleidung

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Trachtenbekleidung ist immer “up to date”

Schon über Jahre hält der Trend zu Trachtenbekleidung an, dem sich auch schon vor der Zeit der Onlineshops große Kaufhausketten nicht verschließen konnten.

Kleidung zu tragen, die sich an traditionellen und historischen Vorbildern orientiert, hat einen ganz eigenen Reiz. Nicht nur, dass mit natürlichen Rohstoffen, wie Leinen, Hanf, Filz und Nessel gearbeitet wird, auch altes Handwerk kommt wieder neu zu Ehren: Perlen- und Kopfstickerei, Gerberei, plissieren, Posamenten- und Moirebänderherstellung. Das kommt ihnen spanisch vor? Ja, auch nach Ländern, Ethnien, Berufsgruppen, Zunft und Amt kann die Tracht unterschieden werden. Forscht man nach den Ursprüngen dieser Bekleidungsform, führen die Quellen über die Deutung des Wortsinns vom althochdeutsch bzw. mittelniederdeutsch zu: das, was getragen wird.

Trachten als Kleiderordnung hat Kleidungskultur geprägt und sich bis zu einer Volkskultur entwickelt. Die fortschreitende gesellschaftliche Entwicklung – vor allem seit der Industrialisierung – hat in weiten Teilen Deutschlands zu Verdrängung und Verlust von Trachtenbewusstsein und damit von Trachten als Bekleidung geführt. Übrig geblieben sind vorwiegend die Festtagstrachten, vor allem in Süddeutschland, bei den Sorben der Niederlausitz und den Bergmännern im Erzgebirge.

Die Trachtenhersteller und Händler von heute setzten mit ihren Produkten dagegen auf die Merkmale, die auch schon früher “up to date” waren: langlebig, alltagstauglich und Liebe zum schönen, schmückenden Detail. Bei Hobbys unter dem Begriff Landleben, sei es britisch, wie Highlandgames oder das Wandern und Jagen im Verein gibt es die sportliche Trachtenbekleidung. Mit festlicher Trachtenmode kann man heute sogar Hochzeit feiern.