Ledertrachten Mode
Die Ledertrachten Mode brauchen keine Bügelfalte
Das ist zwar richtig, aber sicherlich nicht der Grund für ein Trachtenoutfit in Leder. Hier stellt sich schon die Frage, warum gerade Leder? Das meiste, was an Trachten in der Urzeit getragen wurde, war aus Leder und das hatte auch seinen Grund. Die Ledertrachten Mode kommt aus den Bergregionen wie Bayern,
Österreich und Schweiz. Die dort lebenden Menschen sind immer schon der Natur verbunden gewesen und ihre Arbeitsstätte ist bis heute die Bergwelt. Um bei Wind und Wetter der Natur Paroli zu bieten, gehörte Leder schon seit jeher zur Arbeitsbekleidung eines jeden Bauern. Tiere gibt es in der Bergwelt genug und das Gerben von Tierhäuten gehörte schon immer zu den häuslichen Arbeiten. Die Herstellung von weichem Leder zur Verarbeitung von Hosen, Jacken und Westen obliegt den Sämischgerbern oder Weißgerbern, da das zu verarbeitende weiche Leder von innen weiß aussieht und anschließend gefärbt wird. Noch heute werden viele Trachtenmodelle handgefertigt.
Sieht man einmal von der Arbeitswelt ab, so hat die Ledertrachten Mode auch überregional seinen Stammplatz in der modischen Welt. Trachtenledermode ist Kult; fast jeder Deutsche hat schon ein Bekleidungsstück in dieser Richtung im Schrank. Ein Oktoberfest ohne Trachtenmode wäre undenkbar, von zünftigen Veranstaltungen ganz zu schweigen. Es gibt ja nicht nur Renzelleder, um eine geschmeidige Lederhose zu nähen. Von sämisch Hirschleder über weiches Wildbockleder, bis hin zu Ziegenvelourleder für Jankerjacken und Westen, ist ab 250,- Euro angefangen, alles im Programm: kurze Lederhosen, Kniebundhosen und lange Lederhosen, mit und ohne Stickerei.