Haferlschuhe
Haferlschuhe als passende Landhausschuhe
Haferlschuhe sind die traditionelle Fußbekleidung in den europäischen Alpenregionen und im Süden Deutschlands. Andere geläufige Bezeichnungen sind Bund- oder auch Schützenschuh (Österreich). Wurden die Haferlschuhe in den vergangenen Jahrhunderten fast ausschließlich als Arbeitsschuhe getragen, sind sie heute auch im normalen Alltag, als Trachtenschuh oder bei Outdoor-Aktivitäten (Wandern, Trekking, Klettern) gebräuchlich.
Ein originaler Haferlschuh ist sehr bequem, lange tragbar und besitzt mehrere typische Ausstattungsmerkmale. Die Modelle werden in der Regel als so genannter „whole-cut“ gearbeitet und sind traditionell zwiegenäht. Teilweise wird bei preisgünstigeren Modellen ein „3/4-cut“ verwendet, der durch eine zusätzliche Naht unterhalb der Ferse erkennbar ist. Das Fersenteil wird immer tief angesetzt. Der Schaft ist im Knöchelbereich tief ausgeschnitten und ohne ein Futter. Die Schaftkante verläuft rechtwinklig. Die Schuhspitzen aller Haferlschuhe haben eine klassische Schiffchenform. Das ausgeprägte Profil der Gummisohlen ist rutschfest und belastbar. Eine Schnürung befindet sich seitlich oder am Rist des Schuhs. Der „echte“ Haferlschuh ist aus schwarzem oder braunem Leder und hat keine Verzierungen oder zusätzliche Schmucknähte.
In Bayern werden diese Schuhe häufig noch aufwändig von Hand gearbeitet und perfekt an die Füße der Kunden angepasst. Häufig werden Sie auch für Kinder und Damen gefertigt. Sie haben eine sehr lange Lebensdauer und eine erstklassige Qualität, die den hohen Preis vollkommen rechtfertigen.